Bärlauch – der Geschmack des Frühlings

Ich muss mal kurz zurück an den heimischen Herd und den Frühling in die Pfanne hauen. Endlich ist er da und lässt die ersten Leckereien spriessen, allen voran den Bärlauch!!! Ich habe dieses Wochenende ca. 200 g davon ergattert und mich gleich daran gemacht, die herrlich grünen und leicht nach Knoblauch duftenden Blätter zu verarbeiten, da sie nicht lange haltbar sind. So wurde aus dem grössten Teil des frischen Grüns ein Pesto zubereitet, welches im Kühlschrank bis zu einem Monat frisch bleibt, und tiefgefroren sogar über ein Jahr. So kann ich den frischen energiegeladenen Geschmack des Frühlings einfangen und ein ganzes Jahr davon zehren bis der Frühling von neuem dieses Wunderkraut aus der Erde lockt und den dunklen Waldboden in frischem Grün erstrahlen lässt.

Hier hab ich Euch ein Rezept, das mir ganz besonders gut schmeckt:

Zutaten:

150 g Bärlauch

1 Tasse Olivenöl oder mehr

2 EL Kürbiskerne

2 EL Sesamsamen

70 g Cashew-Kerne

1 rote Chilischote

1 grosse Zehe Knoblauch

4 EL geriebenen Peccorino

50 g getrocknete Tomaten

1 TL Meersalz

Zubereitung:

  1. Den  Bärlauch sehr gut waschen und dann abtropfen lassen
  2. Die Cashew-Kerne, die Sesam-Samen und die Kürbiskerne in einer trockenen Pfanne, d.h. ohne Öl, bei mittlerer Hitze leicht anrösten und vor der Weiterverarbeitung wieder abkühlen lassen.
  3. Die Chilischote aufschneiden und entkernen, oder auch nicht falls Ihr’s gerne schärfer habt.
  4. Die Knoblauchzehe schälen und grob hacken.
  5. Die getrockneten Tomaten ebenfalls grob hacken.
  6. Den abgetropften und etwas trocken getupften Bärlauch ebenfalls in kleinere Stücke schneiden. Das Pürieren geht dann besser.
  7. Dann kommen sämtliche Zutaten in den Mixer und werden kräftig durchpüriert. Je nachdem wie fest oder flüssig Ihr Euer Pesto wollt, fügt Ihr mehr oder eben weniger Olivenöl hinzu. Und schon habt hier ein wirklich herrliches Bärlauch-Pesto, das für viele leckere Gerichte verwendet werden kann.

Die übliche Pasta al Pesto hab ich dieses Mal einfach ausgelassen und dafür andere Leckereien mit der göttlichen Paste verfeinert. Zum Beispiel eine Bärlauch-Pizza:

Hier hab ich den Teig einfach mit der Bärlauchpaste bestrichen, dann mit ganzen Bärlauchblättern, Tomatenscheibchen und Sardellen belegt, mit ein wenig Peccorino bestreut und nach dem Backen mit Lachsrogen garniert. Oh einfach nur herrlich….

Die Spinatquiche lässt sich übrigens auch sehr lecker mit Bärlauch-Pesto veredeln. Passt prima und schmeckt frischer und vielschichtiger als der pure Spinat.

Oder wie wär’s mit erst im Ofen gebackenen und anschliessend als Smørrebrød verkleidete Süsselkartoffelscheiben?

Ich hab auf die schicken Dinger Eisberg-Salat, ganz viel Bärlauch-Pesto, aufgeschnittenes medium rare gebratenes Prime Rib Steak, in Bärlauch-Pesto gebratene gelbe Paprika und schliesslich Frühlingszwiebelchen draufgepackt. Himmlisch…

Und dann hat mich die Spinat-Bärlauch-Kombi einfach nicht in Ruhe gelassen, und ich hab noch eine Pizza kreiert. Also erst wird der Boden mit Ziegenfrischkäse bestrichen und dann kommt da eine Schicht Bärlauch-Pesto drüber.

Anschliessend alles schön mit Baby-Spinat-Blättern belegen.

Cherry-Tomatenscheibchen, Chili und Knoblauch drüber. Alles etwas mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen.

Dann dürfen da noch ein paar Scheibchen Speck Platz nehmen.

Nun noch alles schön mit geriebenem Cheddarkäse zudecken und ab in den Ofen.

En Guete!

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