Bobbi and Owen’s Stroked Biscuits – ein super leckeres Lagerfeuer-Dessert

Ach, was gibt es schöneres, als nach einem herrlichen Ausflug noch von den Nachbarn zu einem Schlummertrunk am Lagerfeuer eingeladen zu werden.

Dachte ich….

Dachte ich… Ich hatte ja keine Ahnung, was mich erwarten würde und hatte dementsprechend vorsorglich schon mal was gegessen. Den Wein hatte jeder selber mitzubringen. Auch kein Problem. Und als wir schon ziemlich spät am Abend dann doch endlich beim ca. 7 Meilen entfernten Campingplatz der Nachbarn ankamen, war ausser dem hell lodernden Lagerfeuer nichts mehr zu sehen. Bobbi und Owen begrüssten uns herzlich und drückten gleich jedem eine schwere Eisenstange mit einer aufgeschraubten ein- oder vielmehr sehr zweideutigen Holzform in die Hand. Ich musste wohl etwas ratlos aus der Wäsche geguckt haben, denn sofort begannen die Hänseleien, worauf lautstarkes Gelächter folgte. Wir bekamen erklärt, was zu tun sei und dann sollten wir loslegen. Weiteres Gepruste. Ich hätte mich gerne gedrückt vor dieser Aufgabe, denn ich würde das Resultat ja eh nicht essen können (nicht glutenfrei). Ach, das macht gar nichts. „You just have to stroke that biscuit, you don’t have to eat it.“ – Du musst das Biscuit nur streicheln, Du musst es nicht essen! Na toll! Zuerst hab ich mich geschämt, weil ich meine Gastgeber nicht verärgern wollte indem ich das Angebotene nicht essen wollte. Danach begann ich mich zu genieren, weil die einfach nicht mit den Zweideutigkeiten aufhören wollten. Aber dann hab ich mich einfach in mein Schicksal ergeben und unter frechen und schlüpfrigen Kommentaren ein wirklich herrliches Dessert gezaubert. Und das ging so: man nehme eine Scheibe fertigen Biscuit-Teig (so eine Art Hefezopf-Teig) und ziehe ihn dem Holzding, das ganz neutral betrachtet wie das obere Ende eines Besenstiels aussieht, über! Die Handbewegungen, mit denen der Teig schön um das Teil herum und heruntergezogen (gestreichelt und geknetet) werden muss, tragen selbstverständlich ihr Übriges zur Allgemeinen Unterhaltung bei. Zum Glück war’s stockdunkel. So konnte ich unbeobachtet rot anlaufen… Hat man den Holzprügel dann endlich schön eingepackt, wird er so lange über dem Feuer gedreht, bis das „Biscuit“ rundherum schön gar gebacken ist. Dann löst es sich auch gut vom Holz und lässt sich anschliessend mit allem füllen, was das Herz begehrt. Bei Bobbi und Owen gab’s eine Art Apfelkompott und verschiedene Eissorten drüber. Da ich damals nicht mitessen konnte, nahm ich mir vor, zuhause eine glutenfreie Alternative auszuprobieren. Tja, und das ist dann daraus geworden:

Zutaten:

  • ein bereits ausgerollter glutenfreier Blätterteig
  • Als Füllung alles worauf Ihr Lust habt, bei mir gab’s Walnusseis mit Ahornsirup und karamellisierten Walnüssen.
  • Ach, und Ihr braucht noch einen nicht mehr gebrauchten Besenstiel. Bei mir musste der Stiel der eh schon ziemlich ramponierten Spitzhacke dran glauben.
  • Alufolie
  • Ein herrlich loderndes Feuer benötigt Ihr ebenfalls.

Zubereitung:

  • Da sich glutenfreier Teig nicht ziehen lässt, ohne zu reissen, hab ich ihn in Streifen geschnitten.
  • Den Holzstiel der Spitzhacke habe ich mit Alufolie umwickelt, da ich den Jahrzehnte alten Dreck nicht mitessen wollte.
  • Dann werden die Teigstreifen um den Stiel gewickelt und schön fest gedrückt. Es soll ja später nichts auslaufen.
  • Jetzt ab übers Feuer mit dem Ding. Und immer schön drehen, damit nichts verkohlt.
  • Wenn der Teig gar ist, könnt Ihr das so entstandene „Cornet“ vorsichtig vom Stiel ziehen.
  • Das Cornet noch heiss mit dem Eis befüllen und schnell aufessen!!!
  • Diese Kombi von heiss und kalt ist einfach genial!

Viel Spass beim Ausprobieren und en Guete!

Thank you Bobbi and Owen!!!

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