Einmal schnell für’s Abendessen in die USA bitte…

Ich konnt’s wieder nicht lassen. Ich musste einfach schnell rüberfliegen und mir den Geschmack der grossen weiten Welt nach Hause holen. Seit ich mich in einem Restaurant in Oregon getraut habe, nach einem Burger ohne Brötchen zu fragen, und diesen auch wie gewünscht serviert bekam, bin ich hin und weg von der Idee, mir selber Burger zu bauen, in allen möglichen Variationen, Kombinationen, Geschmacksrichtungen… Und ich will nicht einfach das Brötchen weglassen, welches zwar zum Geschmack absolut nichts beisteuert, aber dem ganzen Gebilde einen würdigen Rahmen verleiht. Also suchte ich nach einem wohlschmeckendem Ersatz, welcher diese Aufgabe genauso gut, wenn nicht noch besser, erfüllt. Nun, ich denke, heute habe ich ihn gefunden! Sieht doch lecker aus, oder?

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Na? Läuft Euch das Wasser im Mund zusammen?

Mir schon! Immer noch! Eigentlich wollte ich Euch noch ein Foto vom angebissenen Burger machen, sieht ja in den Hochglanz-Magazinen immer sowas von verführerisch aus… Aber nachdem ich den ersten Bissen verdrückt hatte, konnte ich erstens nicht mehr aufhören zu essen und zweitens sah das Ganze dann doch nicht mehr so appetitlich aus, und ich habe mich dazu entschlossen, Euch diese herrliche Ferkelei zu ersparen.

Aber wer sich dennoch so einen fantastisch leckeren US-Burger zusammenbauen möchte, kann gerne weiterlesen.

Zutaten:

Kokosnussöl (nativ, kaltgepresst)
2 dicke Scheiben einer Aubergine
Pecorino gerieben
Eisbergsalat
Tomaten
Essiggurken
3-4 Scheiben Speck
1 Scheibe Cheddar-Käse
Zwiebelringe
Rinderhack
Himalaya-Salz
frisch gemahlenen Pfeffer
BBQ-Sauce (rauchig)
süssen bayrischen Senf (mit Meerrettich)
scharfe Chili-Sauce

Bauplan:

  1. Alle Zutaten aus dem Kühlschrank räumen und griffbereit aufstellen.
  2. In einer Bratpfanne einen Esslöffel Kokosnussöl erhitzen und die beiden Auberginenscheiben darin anbraten.
  3. Die Auberginen wenden und die bereits angebratene Seite mit geriebenem Pecorino bestreichen.
  4. Währenddessen den Eisberg-Salat, die Tomaten, die Essiggurken und die Zwiebeln wie gewünscht in Scheiben schneiden.
  5. Die Auberginen wenden und nun auch die andere Seite mit Pecorino bestreuen. Die mit Käse versehenen Seiten nun nur noch kurz und bei mittlerer Temperatur weiterbraten lassen. Der Käse soll etwas schmelzen und gleichzeitig bräunen, jedoch nicht verbrennen.
  6. Die fertigen Auberginenscheiben aus der Pfanne nehmen und auf ein Küchentuch legen, um ein wenig von dem vielen aber gesunden Fett wieder loszuwerden.
  7. Nun kommen die Speckscheiben in die Pfanne. Die Temperatur kommt noch etwas runter, damit der Speck schön langsam ausbraten kann, ohne zu verbrennen.
  8. Derweil das Hackfleisch mit Salz und Pfeffer würzen, zusammenkneten und in Burger formen. In die Mitte der Burger eine Delle formen. Dies bewirkt, dass der Burger schön flach bleibt. Ihr könnt natürlich auch fertig vorgeformte Burger verwenden, oder mit einer Burger-Presse arbeiten.
  9. Den Speck wenden und nachdem er schön knusprig gebräunt und auf etwa die Hälfte seiner ursprünglichen Grösse geschrumpft ist vom Feuer nehmen und auf Küchenpapier zum Abtropfen geben.
  10. So und jetzt wird die Hitze wieder hochgejagt, denn jetzt kommt der Burger in die Pfanne. Und für meinen Geschmack muss er aussen schön braun geröstet sein, während er innen noch SEHR rosa ist. Das könnt Ihr natürlich halten, wie Ihr wollt. Jedem das seine, aber medium rare für mich!!
  11. Mein Burger wird nach höchstens einer Minute gewendet und mit der Cheddar-Scheibe belegt. Nun brät er noch 1 Minute auf der anderen Seite, während der Käse über ihm dahinschmilzt… Himmel, ich möchte da jetzt schon reinbeissen, und muss mich wirklich zusammenreissen, um ihn unversehrt zu Ende brutzeln zu lassen.
  12. So, und jetzt gilt es alles zusammenzubauen. Eine Auberginenscheibe, dann den Eisbergsalat, dann alle Saucen, dann die Tomaten und die Essiggurken, dann den Speck und dann der Burger!!!! oh Yummyyyyyyy….. und darüber die Zwiebelringe und zuletzt die zuvor mit allen Saucen bestrichene zweite Auberginenscheibe. Alles fertig!!!
  13. Reinbeissen und nach Amerika fliegen…. Es funktioniert, glaubt’s mir!!!

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Da fehlt doch was?!
    Sind da sonst nicht noch diese Halteschalen aus pampigem, labrigem Teig, teils mit Sesam bestreut, die einen Burger horizontal einfassen? Der eingefleischte McFast-Anhänger wird diese ebenso vermissen wie das sonst zu gefühlten 2 mm Dicke gepresste Fleisch von kartonartiger Konsistenz mit Geschmacksrichtung unbekannt.
    Eine Explosion der Sinne erwartet alle Experimentierfreudigen hier. Quasi als Vorkoster durfte ich diesen Burger testen. Taste it, feel it and forget about mainstream. Zum niederknien! Another one, please!
    Zum Niederknien!

    • Vielen Dank für die Blumen Helmi,
      ok, Du hast den Job! Du bist ab sofort für die Werbung zuständig! Du darfst dafür auch gerne wieder zum Testessen antreten…
      Liebe Grüsse
      Eva

  2. Ich bin begeistert von diesem Hamburger und mir rinnt das Wasser im Mund zusammen. Wann gibt es ein Probeessen?

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