Montana – Träume werden wahr!

Oh ja…. Endlich bin ich wieder unterwegs… alleine unterwegs…

Vor 7 Monaten habe ich mein Traumhäuschen in der Weite und Einsamkeit von Montanas Prärie gebucht. Jeden Tag hab ich seither davon geträumt, mich endlich wieder aus dem Staub machen zu können und mein vor zweieinhalb Jahren in der Prärie verlorenes Herz wiederzufinden.

Und nun bin ich tatsächlich hier: Livingston, Montana…

Los ging’s am Freitag Mittag ab Basel via London nach Seattle. Und wieder muss ich das Flugzeug-Food von British Airways loben. Ich hab ein glutenfreies Special Meal vorbestellt und war gespannt darauf, was ich dieses Mal vorgesetzt bekommen würde. Das glutenfreie Menu der Swiss, welches ich letztes Jahr auf unserem Flug nach Chicago serviert bekam, war absolut ungeniessbar.  Ich hab mich eigentlich schon damit abgefunden, auf dem eh nicht langen Flug nach London nichts vernünftiges zwischen die Zähne zu bekommen, als die Stewardess mir ein wunderschön aussehendes Tablett unter die Nase hielt. Your special meal Mad’m… uuuiiii… ich bekam einen Tomaten-Mozzarella-Salat mit mir unbekanntem Grünzeug dekoriert, ein paar Klecksen Pesto verfeinert und niedlichen Mini-Stiefmütterchen gekrönt. Kann man die überhaupt bedenkenlos essen? Ach egal, ich war furchtbar hungrig, da ich vor lauter Aufregung und Vorfreude wieder nichts gefrühstückt hatte, und so liess ich mir den wunderschön anzusehenden Caprese-Salat schmecken. Hmmmm lecker… Dazu gab’s ein glutenfreies Brötchen mit gesalzener Butter und zum Dessert frischen Fruchtsalat. Ich war begeistert.

Nach einem dreistündigen Aufenthalt im Londoner Flughafen Heathrow war ich dann schon wieder total kaputt und wollte eigentlich nur noch angekommen sein. Aber der schlimmste Teil der Reise stand mir ja noch bevor. 9 Stunden und 40 Minuten sollte der nächste Flugabschnitt dauern.

Nach ein paar Stunden, als wir gerade über Island dahin flogen, gab’s wieder zu essen. Dieses Mal erhielt ich leckeren Gravad Lachs mit Kapern und Kräutern gewürzt zur Vorspeise sowie  Hühnchenbrust mit Gemüse und Mini-Pellkartöffelchen. Alles sehr lecker und zum Glück sehr sättigend, denn das Dessert hätten sie sich schenken können. Irgend ein seltsames Brot-Pudding-Gebilde mit Vanillesauce mit ganz viel Rosinen drin…. wer mich kennt, der weiss, dass man mich mit Rosinen jagen kann… sowas ekliges aber auch… Ich hab das Zeug also nicht probiert und bin nach ein paar Blicken runter auf die im Nebel schwimmenden Bergspitzen Islands einfach eingeschlafen.

Als ich wieder aufwachte, hatten wir nur noch eine knappe Stunde bis Seattle vor uns, und ich wunderte mich, wie schnell ich diesen Flug hinter mich gebracht hatte. Voller Vorfreude genoss ich den Blick hinunter auf eine Landschaft, die ich schon vor einem Jahr geniessen durfte. Erst flogen wir noch über British Columbia, Canada und dann waren wir plötzlich über Seattle. Ich sah kurz die Nadel, Seattles Wahrzeichen, aber bevor ich das Phone zücken konnte, um zu knipsen, machte der Flieger eine riesige Links-Kurve und weg war Seattle-Downtown. Trotzdem genoss ich den Anblick, der sich mir bot.

Nach dem Immigration-Prozedere, das zwar ziemlich zackig aber trotzdem nervig über die Bühne ging, da der Herr Officer sich ziemlich über meine Reisepläne mokierte, liess ich mich vom zuvor bestellten Gratis-Shuttle des Courtyard by Marriott Seattle Southcenter zu meinem Nachtquartier chauffieren. Das Hotel liegt ca. 6 km vom Flughafen entfernt in unmittelbarer Nähe mehrerer Shopping-Möglichkeiten aber ansonsten ziemlich im Grünen und versprach somit eine ruhige Nacht. Ich hatte weder zum Shoppen noch für ein Abendessen genügend Energie übrig, und so setzte ich mich mit einem Glas Chardonnay an den allgemein zugänglichen Computer in der Lobby und checkte für den morgigen Weiterflug nach Bozeman, Montana ein.

Um 19.30 hatte ich alles erledigt und wollte noch ein bisschen durch die TV-Kanäle zappen bis ich meinen Lieblingssender fand, Food Network, und prompt darüber einschlief. Dementsprechend früh war ich dann wieder wach und bereit für die Weiterreise. Der Flug mit Alaska Airlines verlief zwar etwas rumpelig wegen ziemlich heftiger Turbulenzen über den Cascades (Kaskadengebirge), dafür landeten wir 20 Minuten früher als geplant in Bozeman. Ich hab mein Gepäck geschnappt und mich gleich auf den Weg zur Budget Autovermietung gemacht. Und WOW! Das allererste Mal wird mir nichts versucht aufzuschwatzen, keine zusätzliche Versicherung, kein Upgrade, kein GPS… Das nette Mädchen am Schalter meinte einfach, wir haben einen tollen SUV für Dich, den Ford Edge! Ist das OK für Dich? Ich habe bloss genickt, denn tatsächlich hab ich keine Ahnung, was ein Ford Edge ist… jaja… shame on me… Sie meinte dann noch, ihre Kollegin würde den Wagen holen gehen und da es regnet gleich beim Ausgang vorfahren. Also marschierte ich nach draussen und wartete auf dem überdachten Vorplatz auf meinen neuen Schlitten, während alle anderen Mieter mürrisch zum Parkplatz rübermarschierten, um nach ihren Mietwagen zu suchen…

Und da kam mein Wägelchen auch schon angefahren: ein silberfarbener Ford Edge also… Er wirkte grösser als mein favorisierter Ford Escape, aber ich fühlte mich gleich wohl damit, sobald ich drinnen sass und mich einrichten konnte. Ledersitze und Sitzheizung, elektronische Sitzregelung etc. etc….  So lass ich mir das doch gefallen.

Als erstes ging’s dann gleich zum nächstgelegenen Supermarket, hier einem Albertsons. Hier deckte ich mich zwei geschlagene Stunden lang mit Lebensmitteln und den üblichen Reiseutensilien ein und dann ging’s endlich los zu meinem Traumhäuschen: der Little Box on the Prairie, Livingston, Montana.

Die Fahrt dorthin war trotz des Regens wunderschön, und meine Vorfreude wuchs mit jedem Kilometer, den ich zurücklegte. Nachdem mein mitgebrachter Navi mitten im Nirgendwo bekannt gab, dass ich mein Ziel erreicht hätte, mein neues Zuhause aber nirgends zu sehen war, führte mich die Wegbeschreibung meines Gastgebers Ty sicher zum Ziel. Wow! Alles war wie beschrieben und wie ich es mir in meinen Tagträumen ausgemalt hatte. Müde aber glücklich stieg ich aus meiner Kutsche und wurde gleich von Ty’s süssem Hund Blue begrüsst. Ty kam auch schon aus seiner Hütte, um mich zu begrüssen und dann durfte ich endlich einziehen, ankommen, loslassen…

hier geht’s weiter…

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Wow Eva,ich freue mich,dass ich auf diese Weise deine Reise miterleben darf. die Fotos sind fantastisch! Ich freue mich schon auf mehr.Bis dahin viele schöne Erlebnisse..
    Liebe Grüsse
    Maria

  2. Ciao Eva, wie immer interessant dini Bricht und die zauberhafti Föteli ! Wow wenn dich do nit erhole chasch! Wunderschön! Bi jetzt scho gspannt ufe nächste Bricht, Liebs Grüssli

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