Concarneau’s „Ville Close“ – die wohl faszinierendste Altstadt der Bretagne…

Ach, was für ein Juwel!!! Die auf einer vorgelagerten Insel erbaute und von dicken Festungsmauern umschlossene Altstadt von Concarneau zog uns magisch an. Und nicht nur, weil uns schon wieder der Hunger vorantrieb… Ich hatte mich wieder einmal überhaupt nicht auf dieses Hafenstädtchen vorbereitet und wusste daher nicht, was uns erwartete. Aber als wir zum Hafen hinunter fuhren, verschlug es uns den Atem. Was für ein bezaubernder Ort!!! Schnell war ein Parkplatz gleich am Wasser gefunden und schon hielten wir geradewegs auf die Fussgängerbrücke zu, welche die Ville Close auf malerische Art und Weise mit dem Festlandteil von Concarneau verband. Und wieder einmal durchschritten wir Jahrhunderte auf dem Weg vom einen zum anderen Ende der Brücke.

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Château de Kériolet – ein verwunschenes Schlösschen mitten im Wald…

Eigentlich hatten wir an diesem Tag nach Quimper ja schon wieder genug von all den Besichtigungen. Aber es war gerade mal kurz nach Mittag, und wir wollten noch nicht zurück in die kalte und feuchte Mühle. Also ging’s weiter zum Château de Kériolet oberhalb von Concarneau. Schon die Fahrt dorthin ist eine Wohltat nach all der städtischen Umgebung. Hier gibt’s nur kleine Weiler und viel Wald… einfach nur wunderschön. Als wir bei unserer Ankunft aber alles einsam und verlassen vorfanden, dachten wir schon, vergebens hierher gefahren zu sein. Zum Glück sind wir trotzdem ausgestiegen und haben den Anschlag an der Türe des Pförtnerhäuschens gelesen. Die nächste Führung würde in anderthalb Stunden stattfinden. Perfekt! Wir würden uns einfach solange die Beine auf einem Spaziergang rund um das Schlösschen herum vertreten, bis wir mit auf die nächste Führung durften. Und auch von aussen gibt es viel zu bestaunen…

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Cotriade Bretonne – die bretonische Version einer Bouillabaisse…

In Concarneau durfte ich meine erste Cotriade Bretonne geniessen und sofort war klar, dieses Gericht muss unbedingt auf meine „Nachkoch-Liste“. Jetzt, fast ein Jahr später, hab ich mich an die Arbeit gemacht. Aber ehrlich gesagt, da gibt’s tatsächlich nicht viel, das man Arbeit nennen könnte. Die Fisch-Suppe ist einfach und ziemlich schnell zuzubereiten. Und meine Version hat tatsächlich noch besser geschmeckt als das Original im Restaurant. Wahrscheinlich weil ich nicht nur Fisch sondern auch Garnelen und Teppichmuscheln mit gekocht habe. Also hier nun mein Rezept für diese bretonische Köstlichkeit:

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Quimper – noch mehr Mittelalter und die leckersten Galettes der gesamten Bretagne, bis jetzt…

Eigentlich wollte ich nach der ersten Nacht in der Moulin de Beuzidou wieder raus in die Natur und zu den herrlichen Felsenklippen an der Küste aber da es wieder nur am Nieseln war und da draussen nirgendwo ein Unterstand zu finden sein würde, entschieden wir uns dazu, heute doch erstmal wieder ein oder mehrere Städtchen zu besichtigen. Da würden wir immer mal wieder ins Trockene flüchten können. Nur zu gerne verliessen wir die feuchte, klamme Mühle an diesem Tag schon ziemlich früh, um uns auf den Weg nach Quimper zu machen.

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Menhire, Steinkreise, Dolmen – die Zauberwelt der Antike…

Carnac

Endlich würde ich den endlosen Steinreihen persönlich gegenüber stehen. Ob sie mir ihr Geheimnis preisgeben würden? Natürlich nicht! Aber dennoch erhoffte ich mir, ein wenig von dem Zauber der Jahrtausende alten Kult-Stätte erhaschen zu können. Niemand weiss heute mehr, wer diese mitunter doch unglaublich grossen Steinblöcke aufstellen hat lassen. Auch der Grund dafür liegt im Dunkeln der Geschichte begraben. Niemand vermochte bisher, dem Geheimnis dieser sagenumwobenen Steinformationen auf die Spur zu kommen. Umso mehr hält die Faszination an, welche die Menschen, wie die Fliegen zum Misthaufen, zu diesen uralten Überbleibseln menschlicher Kultur zieht… Tja und genauso klebten wir am Zaun und spähten sehnsüchtig hinüber zu den altertümlichen Zeitzeugen, ohne sie berühren oder auch nur in ihre Nähe kommen zu dürfen. Alles ist abgesperrt hier. Nur unter vorheriger telefonischer Voranmeldung ist eine Führung durch einen Guide möglich. Selbständig durch die seltsamen Steinreihen zu wandeln und eventuell den einen oder anderen Hauch aus der fernen Vergangenheit wahrzunehmen, ist strengstens untersagt. Ach wie schade… Also wird es keine wie auch immer geartete Reise in die Vergangenheit geben. Aber immerhin darf ich die Steinreihen mit eigenen Augen sehen. Und wenn ich all die anderen Menschen einfach ignoriere und das leise Summen des Nieselregens als Schleier über der Vergangenheit betrachte, kann ich tatsächlich etwas spüren, das nicht aus dieser Zeit ist. Aber nur fast und nur ganz kurz… schon lärmt die nächste Gruppe Touristen an mir vorbei, und ich verliere die Lust an Ahnenforschung oder Geisterjagd. Trotzdem geht eine eigenartige Faszination von den urtümlichen Steinen aus. Und auch als ich schon eine Weile nicht mehr in der Gegend unterwegs war, verfolgten mich die Erinnerungen an dieses seltsame wie aus der Zeit gerissene Gelände noch lange.

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Rochefort-en-Terre – ein Disney-Dorf in der Bretagne?

Irgendwie fällt es mir schwer, mich wieder einzustimmen auf meine längst vergangene Reise durch die Bretagne. So viel ist seither passiert. Und so vielen von uns Reisehungrigen hat dieses Coronavirus einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber irgendwie muss doch mal wieder eine gewisse Normalität möglich sein. Und zumindest in meiner Erinnerung kann ich doch weitermachen wie bisher. Also reise ich in Gedanken zurück in eine Zeit, wo die Welt noch „in Ordnung“ war. Und wo war ich doch gleich stehen geblieben auf meiner letzten Reise? Ach ja, im Golf von Morbihan…

Nun, nachdem Vannes und der Golf von Morbihan gebührend erkundet worden waren, hiess es weiter zu ziehen. Allerdings nicht ohne noch das eine oder andere Kleinod der hiesigen Umgebung mitzunehmen. Und bevor es endgültig in Richtung Westen gehen sollte, musste ich noch das nordöstlich von Vannes gelegene Rochefort-en-Terre besuchen. Als schönste historische Stadt der Bretagne wird dieser Ort gerühmt! Und tatsächlich, das Städtchen ist zwar komplett auf Touristen ausgerichtet aber dennoch authentisch und einfach nur wunderschön. Im Herbst erstrahlt der Ort immer noch in der Pracht all der fantastischen Blütenpflanzen, welche überall aufgestellt werden um Lücken zu füllen, die altehrwürdigen Mauern zu verzieren und irgendwie das ganze Örtchen wie aus einem Blumentopf erwachsen erscheinen zu lassen.

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Vietnamesische Sommerrollen – richtig lecker und sogar gesund…

Die Dinger sind einfach umwerfend köstlich… In San Francisco hab ich praktisch von diesen herrlich frischen Rollen gelebt! An jeder Ecke, in der Deli-Abteilung eines jeden Supermarkts, in der Kühltheke eines jeden Kiosks gibt’s diese fantastische Leckerei in jeder erdenklichen Variation. Ob die jetzt tatsächlich vietnamesisch sind, weiss ich eigentlich gar nicht. Denn in Vietnam war ich nie! Aber das ist ja eigentlich auch egal… Zwei dieser wunderschön und verlockend anzusehenden Sommerrollen reichen durchaus für ein köstliches Mittagessen, eine macht viel her als hübsche Vorspeise und immer mal wieder eine ist ein superidealer Snack für Zwischendurch… Ja ja, ich weiss, ich bin verfressen, aber wenn das Zeug dann auch noch so gesund und ziemlich kalorienarm ist, darf man doch wohl ohne schlechtes Gewissen zuschlagen.

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Linn – von einer der grössten Linden in ganz Europa und dem höchsten Wasserfall des Kantons Aargau…

Die Linner Linde

Auf die Empfehlung einer lieben Freundin hin, hab ich mich aufgemacht, das wohl winzigste Örtchen Linn im Kanton Aargau zu erkunden. Natürlich nicht, ohne mich vorgängig im Internet etwas schlau zu machen. Fast fühlte ich mich in die USA versetzt, denn hier wird nur in Superlativen lauthals kundgetan, was sonst wohl leicht übersehen werden könnte.

Nun, da die Linner Linde aber tatsächlich recht imposant zu sein schien, wollte ich diese doch einmal besuchen. Der Umfang ihres mächtigen Stammes beträgt stolze 11 Meter. Und um ihr beachtliches Alter ranken sich diverse Legenden. Für die einen steht sie bereits seit 800 Jahren da und wacht über das Wohl der Linner, für die anderen wurde sie erst im 17. Jahrhundert vom einzigen Pestüberlebenden gepflanzt.

Und ja, sie fällt schon von Weitem auf, wie sie da in einer von Getreidefeldern dominierten Landschaft über dem Weiler Linn thront.

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Rünenberg – Ein kleiner Abendspaziergang durch ein buntes Blütenparadies…

Ach endlich! Ich darf zum allerersten Mal in meinem doch schon eine Weile andauernden Leben ein MOHNFELD mit eigenen Augen ganz real und in echt betrachten. Immer sah ich nur die herrlichen Bilder, aber nie hab ich’s geschafft, selber eins zu entdecken. Und nun hat mir eine liebe Kollegin verraten, wo’s gerade eines zu bestaunen gibt. In Rünenberg, Baselland! Also nichts wie hin! Und nach einigen Umwegen hab ich den Weg nach Rünenberg dann auch gefunden. Was für eine herrliche Gegend… Rünenberg liegt eingebettet in die umliegenden sanften Hügelketten, umgeben von Weizenfeldern und Blumenwiesen. Und um den bevorstehenden Spaziergang noch verlockender zu gestalten, riss die Wolkendecke auf und wärmende Sonnenstrahlen tauchten den frühen Abend in goldenes Licht…

Wir machten uns gleich auf den Weg zu dem Mohnfeld, wo ich ganz begeistert ob all der Farbenpracht gar nicht mehr weg wollte. All dieses Rot überall…. einfach wunderschön.

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Etang de la Gruère – der grösste Moorsee der Schweiz

Wir sind also nach der gemütlichen Besichtigung von St-Ursanne weiter nach Saignelégier gefahren. Und weil uns jetzt wirklich der Hunger vorantrieb, parkten wir direkt vor dem Restaurant de la Poste, wo wir uns ein Cordon Bleu und Roastbeef mit den wohl besten Fritten seit langem gönnten. Satt und zufrieden machten wir uns dann auf den Weg zum Etang de la Gruère. Beim dortigen Parkplatz angekommen quetschten wir uns gerade noch irgendwo dazwischen, und dann war dort alles voll. Wow!!! Würde heute wohl nichts werden mit Ruhe und Frieden an diesem ansonsten paradiesischen Fleckchen Erde. Aber egal, jetzt waren wir nun mal hier, also würden wir geniessen was es zu geniessen gab! Und wenn man all die anderen Spaziergänger einfach ignoriert, den Lärm der vorbeifahrenden Autos ausblendet und sich ganz auf die herrliche Umgebung konzentriert, findet man sich tatsächlich in einem wahrhaftigen Naturparadies wieder.

Also kommt mit auf diesen wunderschönen Spaziergang rund um den grössten Moorsee der Schweiz:

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