Bonneville Salt Flats
Der Great Salt Lake ist nur ein kleiner Rest des riesigen prähistorischen Bonneville-Sees, welcher weite Teile Utahs bedeckte und bis weit nach Nevada und Idaho hinein reichte. Zurückgelassen hat der Lake Bonneville aber nicht nur den Great Salt Lake sondern auch die Grosse Salzwüste, eine unglaublich faszinierende Landschaft!

Ich bin also auf der I-80 weiter nach Westen gefahren und habe die an mir vorbeiziehende Landschaft bestaunt. Immer karger und verlassener wirkte meine Umgebung. Und plötzlich taucht da rechterhand am Strassenrand eine mittlerweile etwas ausgebleichte aber immer noch bunte riesige Skulptur auf: der Tree of Utah… Seltsam fehl am Platz und nicht wirklich schön, vermag mich dieses Kunstwerk eines Schweden nicht sehr zu beeindrucken. Wahrscheinlich hat der Herr in seinem Heimatland nicht die Gelegenheit erhalten, sowas Hässliches in die schöne Landschaft zu pflanzen. Ein paar Meilen weiter haben Witzbolde aus grün angemalten Autoreifen ein „Salt Lake Monster“ in die Salzkruste gebastelt. Dieses Ding hat mir weit besser gefallen, und es lockert die ansonsten ziemlich öde Fahrt etwas auf.
An der darauffolgenden Rest Area bin ich dann rausgefahren, um die herrlichen Salzflächen endlich von nahem bewundern zu können.
















Durch die Schneeschmelze liegt die Salzkruste im Moment ca. 10-15 cm unter Wasser. Also nichts mit spazieren gehen. Zumindest für mich nicht. Da ich mir meine Schuhe nicht ruinieren wollte und keine Plastiklatschen dabei hatte, hab ich’s eben bleiben lassen und mich damit begnügt, die glitzernde Pracht vom Ufer aus zu bestaunen.
Vielleicht könnte ich beim International Speedway ein paar Meilen weiter einen längeren Spaziergang unternehmen? Also bin ich dort auch noch hingefahren, obwohl ich eigentlich schon ziemlich kaputt war. Die 8 Stunden Zeitverschiebung lassen sich einfach nicht ignorieren. Beim nächsten Ziel angekommen, war ich aber sofort wieder hellwach. Ich konnte zwar auch hier nicht auf die Salt Flats hinaus, auch nicht mit dem Auto… aber was soll’s… hier konnte ich meilenweit dem „Ufer“ entlang spazieren und noch mehr von der weissen Pracht geniessen.




























Müde aber glücklich machte ich mich wieder auf den Rückweg nach Salt Lake City. Gut anderthalb Stunden braucht man für die gesamte Strecke. Aber es ist ein entspanntes Fahren hier, wie überall in den USA, sobald man ausserhalb der Grossstädte unterwegs ist. Geniesserisch liess ich meinen Blick über die an mir vorbeiziehende Landschaft schweifen. Und weil alles so problemlos funktionierte, begann ich mich schon auf meinen nächsten Ausflug zu freuen. Aber da wusste ich noch nicht, was mich erwarten würde…

