Velouté de Concombre – ein herrlich kühlendes Gurkensüppchen

Schon seit längerem warte ich auf das passende Wetter für diese wunderbare, kalte Gurkensuppe. Und jetzt ist es endlich soweit. Alles ächzt und schwitzt dank des endlich doch noch hier erschienenen Sommerwetters. Also hab ich mich schnell an den Herd gestellt und für meine Sippschaft diese himmlische Velouté de Concombre in die Schüsseln gezaubert. Ich liebe dieses Rezept, da’s mal was ganz anderes und ausserdem super schnell zubereitet ist. Nur das Abkühlen und Kaltstellen braucht so seine Zeit.

Also legen wie doch gleich los:

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Roscoff – bretonisches Juwel am Ärmelkanal

Ach wie sehr ich mich freue! In wenigen Wochen soll’s endlich wieder losgehen. Wenn alles klappt und die momentan üblichen Einreiseregeln nicht wieder ändern, werde ich diese wunderschöne kleine Stadt in der Bretagne bald wieder besuchen…

Als wir vor 2 Jahren auf unserer Rundreise durch die herrliche Bretagne endlich in Roscoff ankamen, war es bereits Abend. Der Hunger und das ziemlich ungemütliche Wetter sorgten für nicht gerade angenehme Stimmung. Trotzdem war ich sofort verzaubert vom Anblick dieses wunderschönen alten bretonischen Hafenstädtchens. Wir hatten den letzten freien Parkplatz im alten Hafen ergattert und machten uns sofort auf den Weg in eine Crêperie. Oh wie wunderbar: Eine Galette gefüllt mit Rohschinken, Ziegenkäse, Zwiebeln und Knoblauch, eine kleine Salatgarnitur und ein Krug mit leckerem bretonischen Cidre brachten das lautstarke Knurren meines Magens aufs Angenehmste zum schweigen. Nun hatten wir wieder genügend Energie um einen ersten Spaziergang durch Roscoff zu wagen.

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Lapin au Cidre – ein unglaublich leckeres Karnickel

Am vergangenen Muttertag durfte ich endlich wiedermal für mehrere Esser kochen. Und so konnte ich den schon seit Monaten im Tiefkühler vor sich hin schlummernden Hasen zu seinem ehrenvollen Auftritt verhelfen. Dieses bretonische Rezept eignet sich übrigens hervorragend, um das sonst eher trockene und zähe Hasenfleisch butterzart zu kriegen. Die verwendeten Gewürze und Kräuter ergänzen wundervoll den etwas herben Geschmack des Hasenfleisches. Das Resultat ist tatsächlich zum Dahinschmelzen. Und wer partout kein Hasenfleisch essen will, der nimmt eben ein langweiliges Hühnchen her, das schmeckt dann auch nicht schlecht, kommt aber mit Sicherheit nicht an den Hasen heran. Also los geht’s:

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Reisen – einmal anders…

Ach, ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr ich das Reisen vermisse. Mich überall dorthin bewegen zu können, wo es mein Herz hinzieht, war bisher eine Selbstverständlichkeit. Seit nun über einem Jahr aber bin ich wie so viele andere auf der ganzen Welt auf meine eigenen vier Wände beschränkt mit nur einem geringen Bewegungsradius darüber hinaus. Welch grosse Rolle das Reisen als Voraussetzung für das Wohlbefinden meiner Seele bisher in meinem Leben gespielt hatte, wurde mir erst in den letzten Monaten so wirklich bewusst. Und gäbe es nicht auch andere Arten des Reisens, wäre ich wohl schon längst durchgedreht.

Gleich auf zwei völlig anders geartete Reisen bin ich in der letzten Zeit geschickt worden. Und von beiden werde ich wohl nie mehr zurückkehren. Ach wie herrlich! Ist doch die Rückkehr nach Hause immer der traurigste Teil all meiner Reisen. Denn am liebsten wäre ich jeden Moment meines Lebens immer irgendwo unterwegs. Nun, wenigstens auf diesen beiden Wegen werde ich wohl mein Leben lang ständig unterwegs sein.

Die erste unendliche Reise begann am 17. Januar 2021 als sich Maliya Jane mit Pauken und Trompeten auf den Weg in diese verrückte aber wunderschöne Welt machte. Sie schickte mich machtvoll und unwiderruflich auf die Reise in ein Leben als Grossmutter!! Die Welt um uns herum war in wundervoll glitzerndes Weiss getaucht. Endlich konnten wir wiedermal einen richtigen Winter geniessen.

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Ménéham – Auf den Spuren der bretonischen Algenbauern

Nichts wie weg hier! Ich will raus aus dieser kalten von egoistischen und rücksichtslosen Covidioten verseuchten Welt! Da flüchte ich doch lieber zurück in eine Zeit, wo die Welt noch einigermassen in Ordnung war.

Entdeckt mit mir zusammen die Schönheit der Plage de Ménéham und geniesst eine kleine Auszeit von dieser verrückten, völlig ausser Kontrolle geratenen Welt.

Voller Enthusiasmus haben wir damals all unsere modrig und verraucht stinkenden Sachen zusammengepackt und ins Auto geladen. Die Waschmaschine am neuen Zwischenziel würde gleich am ersten Abend auf Hochtouren laufen müssen. Anders würden wir den Gestank sonst nicht so schnell los werden können. Aber nun wollten wir erst einmal diesen wundervollen Tag und unseren Trip nach Ménéham geniessen.

Schon bald fuhren wir durch ein winziges Dörfchen mit eigenem kleinen Hafen, wo ich unbedingt anhalten musste, um ein paar Fotos schiessen zu können. Wie dumm, dass ich mir damals nicht gleich den Namen notiert habe. Denn heute kann ich mich partout nicht mehr daran erinnern, wie der hübsche Ort heisst. Und ich habe ihn nachträglich auch auf keiner Karte mehr finden können. Also bleibt das zauberhafte Dörfchen das, als was ich es angetroffen habe: ein verwunschener und vergessener Ort irgendwo in der magischen Bretagne…

Oh wie wohl es der Seele tut, sich von der wärmenden Morgensonne anstrahlen zu lassen und gemütlich durch ein verschlafenes Dörfchen zu spazieren.

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Pointe de Pen-Hir – wieder zurück an der bretonischen Steilküste

So, nun machen wir also erst mal hier weiter. Irgendwann werden wir dann schon wieder mal reisen dürfen, und bis dahin gilt es, in Erinnerungen zu schwelgen und von zukünftigen Reiseabenteuern zu träumen.

An jenem Herbsttag in der Bretagne hatten wir ja schon viel erlebt und gesehen. Aber der Tag war noch nicht vorbei und wir wollten beide noch nicht zurück zur kalten und feuchten Mühle. Also machten wir noch einen Schlenker zurück zur Küste, zur Pointe de Pen-Hir, wo ich sofort wieder das altbekannte Ziehen in mir spürte. Oh wie wundervoll wild doch diese Landschaft hier ist. Und wenn es hier genauso wenig Menschen gäbe wie in Montana, dann würde ich mich auch hier rundum glücklich fühlen. So bleibt mir aber wenigstens eine Ahnung dieser unbeschreiblichen Verbundenheit mit der Umgebung, welche ich in meiner Seelenheimat immer wieder erfahren durfte.

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Hachis Parmentier de Canard Confit – eine Art Shepherd’s Pie auf bretonisch…

Eigentlich hab ich überhaupt keine Lust mehr hier irgendetwas zu schreiben. Dieses verrückte 2020 hat jegliche Lust auf Reisen, sowohl effektiv wie auch kulinarisch, komplett abgewürgt. Aber so kann es doch nicht weiter gehen, und nun muss es ja auch mal wieder was zu essen geben, oder? Tja also, da ich virtuell quasi in der Bretagne stecken geblieben bin, geht’s eben nun bretonisch weiter. Ich zeig Euch hier ein schon mehrfach nachgekochtes und für richtig gut befundenes Rezept: einen Auflauf aus konfierter Ente und Süsskartoffelpüree…

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Landerneau und die Monts d’Arrée…

Nach einer weiteren Nacht in der klammen Mühle wollten wir so schnell wie möglich wieder hinaus in die Natur. Heute sollte es sonnig und warm werden, wonach es allerdings rund um die Mühle überhaupt nicht aussah. Hier schien es nie wirklich trocken zu werden. Kein Sonnenstrahl wollte sich in das kleine enge Tal hinunter verirren. Und darum konnte ich mich einfach nicht dazu verleiten lassen, hier gleich bei der Mühle in die herrliche Natur hinaus zu stapfen… Nein, hier war’s mir einfach zu feucht, zu kühl, zu dunkel, zu eng etc. etc…..

Also machten wir uns erst mal auf, das süsse Städtchen Landerneau zu erkunden. Oh, wie ich diese Landschaft hier liebe… Viel Natur im Vergleich zu anderen Landstrichen Europas, und immer wieder verträumte Hafenstädtchen, uralte Dörfer, Zeugen längst vergangener Zeiten, soviel Kultur…

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Locronan – ein mittelalterliches Kleinod…

Und noch so ein wunderschönes mittelalterliches Städtchen, dessen Häuser mehrere Jahrhunderte weitestgehend unbeschadet überdauert haben und in ihrer ganzen Pracht die heutige Zeit erhellen! Nirgendwo sonst in der Bretagne sind in einem einzigen Ort soviele Gebäude genauso erhalten geblieben wie sie vor vielen Jahrhunderten erbaut wurden. Nirgendwo sonst erscheint das Ortsbild so vollständig mittelalterlich, weshalb Locronan für so einige Filme, wie z.B. Polanski’s „Tess“ als Kulisse herhalten durfte.

Selbstverständlich waren wir auch hier nicht die einzigen, welche diese Pracht bestaunen wollten. Trotzdem genossen wir den kurzweiligen Spaziergang durch die Jahrhunderte in eine weit zurückliegende Vergangenheit. Und es machte richtig Spass, sich vorzustellen, wie die Menschen damals hier gelebt haben…

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Pointe du Raz – endlich endlich endlich…

Oh ja!!! Endlich erreichten wir das Ende der Welt!!! Also das Ende der damaligen bretonischen Welt, denn die Bretonen nannten diese Region ihres wundervollen Landes Finistère, was nichts anderes bedeutet als das Ende der Welt. Und an einem der äussersten Zipfel befindet sich die Pointe du Raz. Wer hätte gedacht, dass es hier so unglaublich schön ist, und dass ich hier dasselbe Ziehen in der Herzgegend verspüre, das mich auch in Montana immer wieder überkommt. Wow!

Aber erst legten wir einen kurzen Halt in einem kleinen Dörfchen ein, das eine wunderschöne uralte Kirche sein eigen nennt.

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